OSB Platten als Bodenbelag verwenden

Die aus langen Holzspänen hergestellten OSB Platten (oriented strand board – Grobspanplatten) waren ursprünglich lediglich Rest- und Abfallprodukte US-amerikanischer Sperrholzkonzerne. Aufgrund der billigen und einfachen Herstellungsweise entdeckte man das Potential als Material für Rohbau, Bodenverkleidung und Wandverkleidung.

Herstellung und Eigenschaften der OSB Platten: Zuerst wird das vorher aufbereitete Span durch hohe Temperaturen getrocknet, um ein Platzen beim Plattenpressen zu verhindern und die Festigkeit zu erhöhen. Anschließend wird Leim über die Späne verteilt, diese werden dann in drei Schichten zu Platten in Längsrichtung zusammengetragen und unter hohen Temperaturen und Druck gepresst.

Der Fakt, dass die Platten aus Spänen und nicht einem Einzelstück bestehen, macht sie enorm strapazierfähig sowie stabil und biegefest, ein entscheidender Vorteil zu herkömmlichen Flachpressplatten. Darüber hinaus sind sie recht preiswert. Als Nachteil kann angesehen werden, dass es zu Gesundheitsschäden in Folge von Formaldehydausdünstungen durch die Klebstoffe (des Spanklebstoffes, nicht des Fugenleimes) und unsachgemäßge Installation mit folglichen Gefahren und Ärger durch Schimmel und falscher Verfugung hinsichtlich der Verwendung solcher Platten in Wohnbereichen kommen kann.

Verwendung und Einsatzgebiete

OSB Platten werden überwiegend im Hausbau, als Bauplatten für den Innenausbau, Verkleidung und Verlegebereich (Wand und Bodenverkleidung) sowie beim Rohbau verwendet. Aufgrund ihrer unverwechselbaren Optik und der positiven Eigenschaften werden sie bevorzugt als Bodenplattenmaterial eingesetzt. OSB Platten sind jedoch als Böden ungeeignet, wenn eine Bodenheizung installiert wurde, da das Material sich durch die flächenmäßige Wärme stark verziehen kann.

Das Verlegen an sich ist relativ einfach, es muss jedoch, neben der Verschraubung und exakten Verfugung (Raum zur Wand lassen, Spannungsdruck schadet den Platten), auf leistungsstarken Fugenleim geachtet werden, sonst können sich die Panele lockern und der Boden ist nicht komplett wasserfest (Schimmelgefahr), nach zirka acht Stunden des Trocknens kann der Boden betreten werden. (Bild: © Pixelio/Stihl024)

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